| Veranstaltung: | Ordentliche Landesdelegiertenkonferenz der Jusos Sachsen am 25.04.2026 in Chemnitz |
|---|---|
| Tagesordnungspunkt: | 8.B Beschäftigung & Gute Arbeit |
| Antragsteller*in: | Jusos Neiße (dort beschlossen am: 21.02.2026) |
| Status: | Eingereicht |
| Eingereicht: | 27.03.2026, 17:55 |
B1: Qualifizierungszeit, und jetzt?
Einleitung und ggf. Weiterleitung
Die Landesdelegiertenkonferenz der Jusos Sachsen möge beschließen und an die SPD-Landesparteitag weiterleiten.
Antragstext
Die 3 Qualifizierungszeit sind im Februar beschlossen worden, doch an sich ist
das nur ein kleiner Schritt. Viele Weiterbildungen gehen aber 5 bzw. zum Teil
auch 10 Tage und mehr, vor allem bei den Weiterbildungen der Feuerwehren,
Trainer etc.
Deshalb fordern wir, wie es im Bund schon üblich ist 10 Tage Bildungszeit.
Dazu muss es Möglichkeit geben bei Kurzfristiger zusage eines
Weiterbildungsangebot, diese auch ohne die 12 Wochen Antragsfrist zu genehmigen
zu bekommen.
Begründung
Die derzeit vorgesehenen drei Tage Bildungs- bzw. Qualifizierungszeit werden den realen Anforderungen an Weiterbildungsmaßnahmen nicht gerecht. Ein Großteil der angebotenen Fort- und Weiterbildungen – insbesondere im ehrenamtlichen Bereich, etwa bei Feuerwehren, im Sport oder in der Jugendarbeit – umfasst regelmäßig Zeiträume von fünf bis zehn Tagen oder mehr. Die aktuelle Regelung erschwert somit die tatsächliche Teilnahme und schränkt die Wirksamkeit der Bildungszeit erheblich ein.
Zudem zeigt sich in mehreren Bundesländern, dass ein Umfang von bis zu zehn Tagen Bildungszeit bereits etabliert und praxistauglich ist. Eine Angleichung an diese Regelungen würde nicht nur die Vergleichbarkeit und Gerechtigkeit innerhalb Deutschlands stärken, sondern auch ein einheitlicheres System der Bildungsfreistellung fördern.
Darüber hinaus ist Weiterbildung häufig von kurzfristigen Angeboten geprägt, etwa durch frei werdende Plätze oder kurzfristig angesetzte Lehrgänge. Die derzeitige Antragsfrist von zwölf Wochen steht einer solchen Flexibilität entgegen und verhindert in vielen Fällen die Teilnahme. Eine Öffnung für kurzfristige Genehmigungen ist daher notwendig, um Bildungsangebote tatsächlich nutzbar zu machen.
Insgesamt trägt eine Ausweitung der Bildungszeit sowie eine flexiblere Handhabung der Antragsfristen dazu bei, Qualifikation, Engagement und gesellschaftliche Teilhabe nachhaltig zu stärken.
