| Veranstaltung: | Ordentliche Landesdelegiertenkonferenz der Jusos Sachsen am 25.04.2026 in Chemnitz |
|---|---|
| Tagesordnungspunkt: | 5.1.2 Wahl der/des Landesvorsitzenden |
| Antragsteller*in: | Mats Rudolph |
| Status: | Eingereicht |
| Eingereicht: | 16.04.2026, 10:31 |
V1: Mats Rudolph
Selbstvorstellung
Liebe Genoss*innen,
ich kandidiere erneut als Landesvorsitzender der Jusos Sachsen. Dafür zähle ich auf eure Unterstützung.
Von der Theorie in die Praxis: Unsere Strategie
Auf unserem Strategiekongress im vergangenen Jahr haben wir für uns einen Weg nach vorn diskutiert, wie wir politische Macht organisieren können – trotz SPD und alledem.
Dafür haben wir uns viel vorgenommen: Kampagnen in der Lebensrealität der Vielen, Bündnisse und Netzwerke mit Durchschlagskraft und eine Kommunikation, die unseren Leuten Gehör verschafft. Dazu fällen wir auf unserer Landesdelegiertenkonferenz in Chemnitz einen Beschluss als Ergebnis dieses Prozesses. In den kommenden zwei Jahren will ich, gemeinsam mit dem Landesvorstand und euch allen, diesen Beschluss mit Leben füllen. Der Startpunkt soll eine Sommertour durch alle Unterbezirke sein, mit der wir unseren Claim “Morgen gehört uns” weitertragen und überall in Sachsen sichtbar machen.
Gleichzeitig will ich weiter daran arbeiten, unsere Kommunikation zu verbessern. Unsere jungsozialistische Politik läuft ins Leere, wenn wir daran scheitern, sie nach außen zu tragen. Hier will ich nun einen neuen Schwerpunkt setzen und uns so als eine der politischen Stimmen junger Menschen in Sachsen wahrnehmbar machen. Denn diese Gesellschaft und spätestens die SPD im Land wie im Bund und auch in jedem der 13 Unterbezirke in Sachsen braucht selbstbewusste Jusos, die Antworten auf die großen Fragen haben.
Solidarisch wider den Faschismus
Nicht erst seit der Bundestagswahl wissen wir: Rückt die SPD nach rechts, verliert sie. Unser Auftrag ist klar: Wir müssen konsequent für eine soziale Politik kämpfen, die echte Lösungen bietet, anstatt sich in den Nebelkerzen von CDU und AfD zu verlieren.
Die Angriffe auf Personen und Strukturen, die sich vor Ort gegen den Rechtsruck engagieren, nehmen stetig zu. Ich weiß, dem werden wir uns weiterhin mit absoluter Entschlossenheit entgegenstellen. Unsere Solidarität gilt denjenigen, die für eine offene Gesellschaft, für das Gute Leben für Alle, kämpfen. Ob auf der Straße in Sitzblockaden, auf Social Media oder in der direkten politischen Arbeit. Siamo tutti antifascisti!
Dafür ist es umso wichtiger, dass wir unsere Verbündeten in diesem Kampf noch stärker unterstützen. Mittlerweile scheint es zum Tagesgeschäft der Union zu gehören, zivilgesellschaftliche Akteur*innen in die Mangel zu nehmen, indem Mittel oder Förderperioden gekürzt oder ganze Bundesprogramme infrage gestellt werden. All das dürfen wir nicht hinnehmen.
Sachsen braucht den Linksrutsch. Lasst uns Teil davon sein. Wir wissen: Antifa heißt Wohlfahrtsstaat. Antifa heißt Ausbildungsplatzgarantie. Und: Antifa heißt gegen jede Kürzung, solange es noch Milliardär*innen gibt.
Herausforderung angenommen – Verteilungskampf und Wohnungspolitik
Wir erleben aktuell eine Umverteilung von unten nach oben. Während viele Menschen mit steigenden Preisen kämpfen und in der öffentlichen Daseinsvorsorge gekürzt wird, wachsen private Vermögen weiter.
Ich will, dass wir Verteilungskämpfe noch offensiver führen. Es geht um unseren gemeinsamen Wohlstand. Um das, was unsere Bewegung über ein Jahrhundert erkämpft hat: soziale Sicherungssysteme, öffentliche Infrastruktur, Arbeitnehmer*innenrechte. All das wird unter Druck allzu schnell infrage gestellt, mittlerweile auch von SPD-Politiker*innen. Das verschärft Ungleichheit und schwächt den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Wir fordern: Umverteilung, starke öffentliche Daseinsvorsorge und demokratische Kontrolle über zentrale Bereiche unserer Gesellschaft.
Besonders deutlich wird diese Auseinandersetzung für mich beim Thema Wohnen. Die Wohnungskrise ist längst eine der zentralen sozialen Fragen unserer Zeit. Mieten steigen, während Einkommen nicht Schritt halten. Wohnraum wird als Spekulationsobjekt behandelt, mit massiven Folgen für alle, die kein Wohneigentum haben. Für uns Jusos ist klar: Wohnen ist keine Ware, sondern Teil der öffentlichen Daseinsvorsorge. Wir brauchen eine grundlegende Neuausrichtung der Wohnungspolitik: Hin zu mehr öffentlichem und gemeinwohlorientiertem Wohnraum, zu wirksamer Regulierung und zu einer demokratischen Kontrolle über den Wohnungsmarkt.
Ich will, dass wir als Jusos Sachsen in diesen Auseinandersetzungen sichtbar sind als Teil der Kämpfe, die vor Ort geführt werden.
Freundschaft! – Unser Verband
Jegliche Durchschlagskraft, die uns als Verband ausmacht, stammt aus unserer Mitgliedschaft. Unsere Genoss*innen machen uns stark. Deshalb will ich, dass wir weiter daran arbeiten, unseren Verband als solidarischen Raum zu gestalten.
Das bedeutet, dass sich alle Genoss*innen bei uns sicher und wohl fühlen können. Dass wir Strukturen weiterentwickeln, die Diskriminierung ernst nehmen und Betroffene unterstützen. Und dass wir gleichzeitig Räume schaffen, in denen sich insbesondere FINTA*, queere Menschen und BIPoC organisieren und gegenseitig stärken können. Hier sind wir noch entfernt vom Ziel, daran will ich arbeiten, gemeinsam mit euch.
Zu mir:
Ich bin Mats, 24 Jahre alt und studiere Jura an der Universität Leipzig. Ich bin in Rostock aufgewachsen und 2020 nach Leipzig gezogen. Ich bin Mitglied der SPD, bei DL21, der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft ver.di und bei der SJD – Die Falken.
Wenn ihr Fragen zu meiner Kandidatur habt, meldet euch gern bei mir: mats.rudolph@jusossachsen.de. Ihr findet mich auf Instagram unter mats_rudolph.
Freundschaft!
- Alter:
- 24
- Geschlecht:
- männlich
- Tätigkeit:
- Student
